Guidelines & Handreichungen
Hier finden Sie Guidelines und Handreichungen, mit denen Netzwerkpartner arbeiten.
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Zugang unter: https://doi.org/10.26092/elib/4334
Die vorliegende Handreichung adressiert die besonderen Herausforderungen des Forschungsdatenma nagements (FDM) qualitativer Daten. Sie benennt zentrale Aspekte, die sowohl bei der Planung und Durchführung der Forschung als auch bei der Vorbereitung der Daten für die wissenschaftliche Nach nutzung berücksichtigt werden sollten. Ausgangspunkt sind die Besonderheiten qualitativer Forschung, die die Anwendung standardisierter und generischer FDM-Vorlagen häufig an ihre Grenzen führt.
Die Handreichung beleuchtet zentrale Schritte des FDM wie die frühzeitige Einbindung von FDZ, die Gestaltung der informierten Einwilligung, die Entwicklung datensatzspezifischer Anonymisierungskonzepte und die umfassende Kontextualisierung der Daten. Sie befürwortet ein flexibles Instrumentarium, welches den offenen, iterativen Charakter qualitativer Forschung widerspiegelt und bietet Forschenden eine strukturierte Vorgehensweise für das FDM qualitativer Daten. Ein zentrales Anliegen ist die Förde rung einer Kultur des Data Sharing, die die wissenschaftliche Nachnutzung qualitativer Forschungsdaten ermöglicht, die Rechte aller Beteiligten wahrt und forschungsethischen Anforderungen entspricht.
Die vorliegende Handreichung ist im Rahmen des Netzwerks QualidataNet (www.qualidatanet.org) entstanden, ein Netzwerk von Akteuren welches im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) im Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD-NFDI4Society) aufgebaut wurde und betrieben wird. QualidataNet bündelt die Expertise mehrerer Forschungsdatenzentren (FDZ) und Data Provider, die spezialisierte Dienstleistungen für die Archivierung und Bereitstellung qualitativer Forschungsdaten anbieten.
Schlagworte: Datenerhebung, Sprachkorpora, Forschungsdatenmanagement, Tools, Standards
DFG-Handreichung: "Empfehlungen zu datentechnischen Standards und Tools bei der Erhebung von Sprachkorpora"
Zugang unter: https://www.dfg.de/foerderung/
Schlagworte: Forschungsdaten, FDM, Disziplinspezifik
Hier finden Sie eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegebene Auflistung von fachspezifischen Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten.
Zugang unter: https://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/forschungsdaten/empfehlungen/index.html
Dieser Leitfaden gibt einen Einblick in die wachsende Debatte über die Einwilligung nach Aufklärung unter Sozial-
und Kulturanthropologen in Deutschland und darüber hinaus, die ihren aktuellen Ausgangspunkt in der
breiteren Debatte über die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie den
Anforderungen an das Forschungsdatenmanagement und die Archivierung hat. Diese kritische Debatte konzentriert sich auf zwei
Aspekte: die standardisierte schriftliche Form und den Zeitpunkt der Einwilligung. Der Artikel verwendet Beispiele aus dem
breiteren Feld der qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschung, wenn diese sich mit ähnlichen Problemen befassen.
Er skizziert auch Verfahren, die zu nicht-schriftlichen Formen der Einwilligung führen könnten, die
sich für ethnografische Feldforschung als geeigneter erwiesen haben.
Huber, Elisabeth & Imeri, Sabine (2021): Informed consent in ethnographic research: A common practice facing new challenges (preprint). Qualiservice Working Papers 4-2021.
Zugang unter: http://dx.doi.org/10.26092/elib/1070
Schlagworte: Anonymisierung, Pseudonymisierung, Textdaten, personenbezogene Daten, Datenschutz, Forschungsethik
Mozygemba, Kati & Betina Hollstein (2023): Anonymisierung und Pseudonymisierung qualitativer textbasierter Forschungsdaten - eine Handreichung. Qualiservice Working Papers 5-2023, Bremen, https://doi.org/10.26092/elib/2525
Zugang unter: https://doi.org/10.26092/elib/2525
Diese Handreichung richtet sich insbesondere an Sozial- und Kulturanthropolog:innen, Ethnolog:innen und Empirische Kulturwissenschaftler:innen, aber auch an Forschende anderer Fachrichtungen, die ethnografisch arbeiten. Sie informiert über die Möglichkeiten, Forschungsmaterialien beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice für die weitere Nutzung zugänglich zu machen und erläutert die dafür erforderlichen Vorarbeiten.1 Forschungsmaterial zugänglich zu machen bedeutet hier nicht, dass es frei im Internet einsehbar ist, sondern dass es unter kontrollierten Bedingungen von anderen Wissenschaftler:innen in Forschung und/oder Lehre verwendet werden kann.
Rizzolli, Michaela; Imeri, Sabine & Huber, Elisabeth (2024): Ethnografische Forschungsmaterialien zur Archivierung und Nachnutzung vorbereiten und dokumentieren – ein Überblick für Forschende. Qualiservice Working Papers 6-2024.
Zugang unter: https://doi.org/10.26092/elib/2723
Schlagworte: Recht, Forschungsethik, DSGVO, Straftaten
Zitation: RatSWD (Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten). (2023). Handreichung „Umgang mit der Kenntnisnahme von Straftaten im Rahmen der Durchführung von Forschungsvorhaben": Erstellt von Max Tauschhuber, Dr. Paul Vogel und Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf (RatSWD Output Series, 7. Berufungsperiode Nr. 1). Berlin. https://doi.org/10.17620/02671.74
ABSTRACT: Die Kenntnisnahme von Straftaten im Forschungsprozess ist ein forschungsethisches Dilemma und birgt für Forschende Unsicherheiten: Wenn beim Forschen Straftaten bekannt werden, ist oft unklar: Müssen Forschende die Kenntnis von Straftaten verschweigen oder müssen oder sollten sie sie offenbaren? Die Handreichung des Rat für Sozial und Wirtschaftsdaten (RatSWD) „Umgang mit der Kenntnisnahme von Straftaten im Rahmen der Durchführung von Forschungsvorhaben“ beschäftigt sich mit der Klärung dieser Frage anhand von vier Praxisbeispielen. Diese kommen aus der Rechtsextremismusforschung, beschäftigen sich mit dem Bekanntwerden von Kindesmissbrauch, einer Selbsttötungsabsicht und einer möglichen Vernachlässigung von Pflegebedürftigen, die während eines narrativen Interviews bekannt wird. Ausführlich werden mit der Handreichung straf-, datenschutzrechtliche und weitere gesetzliche Vorgaben sowie Ethikleitlinien anhand der Beispiele erörtert und Lösungswege des Dilemmas anschaulich erklärt.
Schlagworte: Kontextualisierung, Dokumentation
Die Kontextualisierung qualitativer Forschungsdaten ist für weitere wissenschaftliche Nutzungen zentral, denn das sinnhafte Verstehen von qualitativen Forschungsmaterialien erfordert in der Regel Bezug auf ihren Kontext, denn „nur mit Bezug auf den Kontext einer Handlung oder Äußerung im weitesten Sinne … kann ich den Sinn dieser Äußerung verstehen“ (Hollstein & Ullrich 2003, S. 36). Dabei gibt es nicht den einen Kontext, sondern vielfältige institutionelle, inhaltliche, methodische und situative Kontexte, die zum Verständnis qualitativer Forschungsmaterialien beitragen können. Während diese Kontexte den am Forschungsprojekt beteiligten Personen in der Regel unmittelbar bekannt bzw. zugänglich sind, stellt sich bei der Nachnutzung qualitativer Forschungsmaterialien die Herausforderung, dass die Datennutzung von der Datengenerierung getrennt ist. Die ursprünglichen Entstehungs-, Begründungs- und Verwendungskontexte der Forschungsmaterialien liegen den Sekundärnutzenden somit nicht unmittelbar vor, sondern müssen nachträglich erschlossen werden. Kontextualisierung bedeutet, dass (Primär-)Forschende die Kontexte Ihrer Datensätze dokumentieren, damit die Forschungsdaten von anderen Wissenschaftler_innen nachgenutzt werden können.
Zitation & Zugang: Heuer, Jan-Ocko; Kretzer, Susanne; Mozygemba, Kati; Huber, Elisabeth & Hollstein, Betina (2020): Kontextualisierung qualitativer Forschungsdaten für die Nachnutzung – eine Handreichung für Forschende zur Erstellung eines Studienreports. Qualiservice Working Papers 12020, Bremen, http://dx.doi.org/10.26092/elib/166
Schlagworte: Korpora Gesprochene Sprache, Aufbereitungsaufwand
Zitation: Thomas Schmidt, Kai Wörner, Hanna Hedeland, Timm Lehmberg (2013): Leitfaden zur Beurteilung von Aufbereitungsaufwand und Nachnutzbarkeit von Korpora gesprochener Sprache.
Zugang unter: urn:nbn:de:bsz:mh39-13314